Stellen Sie sich vor, unsere Titelgeschichte würde lauten: „10 Männer, die sich unternehmerisch was trauen“. Sie würden sagen, na und? Was ist die Geschichte, was ist Besonderes daran? Nichts! Bei Frauen ist das anders. Noch heute. Wenn sich eine Frau als Unternehmerin selbstständig macht oder einen großen Betrieb übernimmt, ist es immer noch etwas, wo man genauer hinhört. Nichts Außergewöhnliches mehr wie in den Siebziger Jahren, aber immerhin. Aber warum gibt es so wenige Unternehmerinnen? Liegt es an ihren Qualifi kationen oder an ihren mangelnden Möglichkeiten? Fragen, die uns zu unserer Titelgeschichte inspiriert haben. Wir zeigen zehn Frauen, die weder machtbesessen, noch selbstzufrieden oder berechnend sind, sondern im Vergleich mit ihren männlichen Kollegen ganz einfach eine andere Distanz zur Macht aufgebaut haben. Sie wollen zwar Verantwortung übernehmen und Entscheidungen treff en, sie wollen leistungsbereit sein und sich für ihre Ziele einsetzen, sie wollen aber nicht gierig erscheinen. Ihre Arbeitswelt in der sie sich entfalten, ist von Bewegung, Innovation und Respekt gekennzeichnet. Und auch den „Karrierekiller Familie“ widerlegen sie deutlich: Von zehn Unternehmerinnen haben acht Kinder.
Sie schimpfen und ärgern sich und sprechen auf den Seiten 8 und 46 von argen Versäumnissen der Südtiroler Politik, die nicht rechtzeitig auf die Krise reagiert hätte: Christoph Oberrauch, Unternehmer und Präsident des Unternehmerverbandes, und Karl Heinz Hager, der wohl einfl ussreichste Wirtschaft sberater Südtirols.